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Online-Käufer zahlen lieber per Lastschrift

Rechnung und Online-Überweisung folgen dicht dahinter

Den Ergebnissen der mittlerweile sechsten Untersuchung zum Internet-Zahlungsverhalten (IZV6-Studie) der Universität Karlsruhe und der Mummert Consulting AG zufolge suchen Online-Einkäufer beim Bezahlen weiterhin die Sicherheit der realen Welt. Trotz der zunehmenden Verbreitung digitaler Zahlungssysteme würden weiterhin 68 Prozent der Befragten gerne offline gegen Rechnung zahlen.

Die wichtigsten Zahlungssysteme beim Interneteinkauf (in Prozent der Befragten, Mehrfachnennung möglich) laut Studie: 1. Lastschrift (70 Prozent), 2. Rechnung (68 Prozent), 3. Online-Überweisung (68 Prozent), 4. Nachnahme (60 Prozent), 5. Online-Lastschrift (53 Prozent), 6. Kreditkarte (49 Prozent), 7. Vorkasse (44 Prozent), 8. Online-Inkasso/Billingsysteme (28 Prozent), 9. Mobiltelefon (10 Prozent) und 10. E-Mail (5 Prozent).

Die beliebtesten Online-Zahlmethoden sind demnach die Online-Überweisung - die nur einen Hauch hinter der Lastschrift und Rechnung liegt - gefolgt von der Online-Lastschrift. Die Kreditkarte steht bei den Online-Zahlungssystemen mit rund 49 Prozent also nur an dritter Stelle. Inkasso- oder Billingsysteme soll bereits rund jeder Dritte (28 Prozent) genutzt haben - allerdings ist selbst die Vorauszahlung (44 Prozent) noch deutlich verbreiteter.

Insgesamt zeigten sich die befragten Online-Zahler zufrieden: Vier von fünf gaben an, bisher nur gute Erfahrungen mit dem Bezahlen im Internet gemacht zu haben. Ausschlaggebend für die Wahl des Bezahlverfahrens ist laut der Uni Karlsruhe und Mummert die Benutzerfreundlichkeit. Zwei von drei Befragten gaben an, eine Zahlungsmethode müsse einfach handhabbar sein. Für mehr als die Hälfte ist ein hoher Verbreitungsgrad des Zahlungssystems ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium, heißt es. Grundsätzlich gelte: Je weiter ein Bezahlsystem verbreitet ist, desto größer ist das Kundenvertrauen. Neue Bezahlsysteme im Internet hätten es dementsprechend schwer.

Das immer beliebtere Online-Banking werde als direkter Draht zum eigenen Konto in Zukunft als Bezahlmethode weitere Marktanteile gewinnen, schätzt Mummert. Grund sei die zunehmende Automatisierung und der Einsatz neuer Technik bei den Banken, die eine Bezahlung am heimischen Computer noch bequemer und günstiger machen würden.

Bedenken gibt es der Studie zufolge weiterhin, was die Sicherheit digitaler Bezahlsysteme angeht. So wünschen sich 85 Prozent der Befragten in Zukunft eine stärkere Absicherung des Online-Bezahlens durch den Gesetzgeber. Mehr Sicherheit wird auch für das Bezahlen per Kreditkarte gefordert. Obwohl die Karte zu den meistverwendeten Zahlungsmitteln im Internet gehöre, haben dennoch nur 25 Prozent aller Online-Einkäufer Vertrauen in die entsprechenden Sicherheitsstandards. Trotz der Sicherheitsbedenken haben 60 Prozent der Kreditkartenzahler angegeben, die Methode wegen der einfachen Handhabung zu nutzen.

Quelle: Golem.de 12.06.2003

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